2013

21. Juli 2013

Besucherrekord bei der fünften Irish-Folk-Nacht der Flaming Stix

WESLARN – Die fünfte Ausgabe der Irish Folk Nacht dürfte die bislang erfolgreichste gewesen sein, weit und breit gab es keinen freien Sitz- oder Parkplatz mehr, das Gelände zwischen Pilgerhof und Schützenhaus platzte aus allen Nähten.

Das verdanken die Trommler der Flaming Stix in erster Linie dem Wetter, „denn die vergangenen drei Male hat es immer geregnet“, so Häseler, „Dann waren es trotzdem immer noch 500 bis 600 Gäste. Diesmal dürften es sicherlich tausend sein. Mindestens.“ Die Veranstaltung findet statt bei freiem Eintritt und wird durch die Gastronomie gegenfinanziert. „Die vergangenen Male kamen wir immer plus minus Null raus“, fährt Häseler fort. Diesmal dürfte man einen satten Überschuss erwirtschaftet haben. Der wird auf die hohe Kante gelegt, sprich, aufs Vereinskonto. Schließlich ist nicht gesagt, ob im kommenden Jahr wieder das Wetter so gut mitspielt.

Was eben nicht immer mitspielte und dem Abend den einzigen Knick beschwerte, war die Technik, besser gesagt, die der ersten Band, des Dülmener Duos „Glengar“. Eine halbe Stunde vor Ende des Auftritts gab der Verstärker den Geist auf. Alle Versuche, die Instrumente der beiden Barden mit denen der Nachfolgeband „Ten Pints After“ zu koppeln, misslangen.

Die Zwangspause überbrückten die fünf Tänzer der Vredener Formation „Celtic Stepfire“, die sich erstaunlich gut in den großen Fußstapfen des irischen Steptänzers Michael Flatley bewegten – passenderweise zur Musik aus dessen großen Tanzshows „Riverdance“ und „Lord of the Dance“. Obendrein statt auf dem nötigen Holzboden auf hartem Asphalt. Fronttänzer Mathias Feuerstein war zuvor bereits zum Griff zu Gitarre und Mikrofon genötigt worden und bewies ausgezeichnete stimmliche Qualitäten – zum Glück noch, bevor der Verstärker sich verabschiedete. Eine der hübschen Überraschungen des Abends. Eine zweite waren die Einlagen von drei Tänzerinnen der Herringhausener „Crazy Fun Liners“ – diese Richtung stammt zwar eher aus den USA, „Aber das kann man eigentlich auf fast alles tanzen“, so die drei Frauen.

Noch amerikanischer wirkten die Einlagen der Soester Squaredance-Gruppe „Pumpernickels“ am frühen Abend, „aber die irischen Einwanderer hatten schließlich großen Einfluss auf die amerikanische Kultur“, so Winfried Königs, der als „Caller“ die Anweisungen zum geführten Tanz gab.

Abschließend ging es noch bis in die Nacht weiter mit dem Dortmunder Trio „Ten Pints After“. Livemusik bis weit nach Mitternacht scheint in Weslarn kein Problem zu sein, ganz im Gegensatz zu Soest, wo um 23 Uhr Schluss zu sein hat. Häseler hat dafür eine probate Lösung: „Wir haben überall bei den Nachbarn Briefe verteilt mit der Bitte um Verständnis und vier Wertmarken.“ (Quelle: Soester Anzeiger – kb)